search
home:: TOURISMUS:: HISTORISCHE BAUWERKE:: Die Burg von Castell’Arquato::
 

 

Historische bauwerke







Museo della rocca::

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Burg von Castell’Arquato

Das in Mittellatein abgefasste Dokument Pacte Roche Castri Arquati beschreibt in allen Einzelheiten die Begebenheiten, die zur Entstehung dieser prächtigen Befestigungsanlage auf der Kuppe über dem Arda-Tal geführt haben. Nach dem Registrum Magnum, dem Stadtbuch von Piacenza, begann der Bau der Burg im Jahr 1342 unter der Herrschaft von Luchino Visconti. Die Rocca Viscontea erhebt sich auf dem Fundament einer römischen Festung (Castrum Quadratum) aus dem 3. Jh. v. Chr.. Nach verschiedenen Veränderungen, die davon seit der Völkerwanderung durchgeführt worden waren, wurde die Burg schließlich 1349 fertig gestellt. Genau im selben Jahr starb Luchino Visconti.

Der höchste Turm des Wehrbaus war damals ein wichtiger Beobachtungsposten für die Poebene, mit der Hauptstadt Mailand und für die Hänge des Apennins, die zum Meer führen. Im 14. Jh. konnte man von der Burg aus jede einzelne Bewegung in dem darunter liegenden Tal sehen: Niemand und nichts konnte unbemerkt bleiben!

Von der damaligen Burg sind heute nur die Außenmauer und die vier Wehrtürme geblieben, von denen nur der Turm auf der Ostseite intakt geblieben ist. Bei der Besteigung des Donjons, des Hauptturms, in dem sich heute das Museum des Mittelalters befindet, gelangt man zu einer wieder aufgebauten Brücke über den tiefen Festungsgraben: Hier lohnt es sich, eine kleine Rast einzulegen, um das herrliche Panorama zu genießen.

Der Bau erfolgte auf Initiative der Stadt Piacenza gefördert und begann offiziell am 14. Juli 1342, als das damalige Stadtoberhaupt von Piacenza eine Bau-Vereinbarung mit Baumeister Rainerio Secco traf. Fünf Jahre später übernahm Luchino Visconti die Leitung der Bauarbeiten: Er kaufte einige an die Kirche Santa Maria angrenzende Grundstücke und Privatgebäude, machte alles dem Erdboden gleich und ließ an dieser Stelle den stattlichen Turm errichten, der heute noch immer die ganze Stadt und das Arda-Tal beherrscht.
Der Wehrbau ist vollständig aus Terrakotta und besteht aus zwei Teilen, die durch zwei Befestigungsgürtel miteinander verbunden sind: der größere Befestigungsgürtel liegt unten und der kleinere weiter oben. Jede Ecke der Ringmauer schließt mit einem quadratischen Zinnenturm ab. Der Haupteingang mit der ehemaligen Zugbrücke liegt am Fuß des riesigen Donjons, während sich ein weiterer Eingang mit Zugbrücke auf der Straße via Solata befindet. Im Donjon gibt es übereinander liegende Räume, die durch eine Treppe aus Holz und Stein miteinander verbunden sind. Die Treppe hinaufsteigend, gelangt man zur Turmspitze, von der aus man ein spektakuläres Panorama genießen kann: Nördlich geht der Blick von der Poebene bis zu den Alpen und südlich folgt er dem Kamm des Apennins Richtung Meer.
Die Burg wurde ursprünglich zu militärischen Zwecken erbaut und diente in jüngster Vergangenheit als Bezirksgefängnis.